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Der Verein stellt sich vor

Canyoning gilt derzeit als Modesportart. Vom ultimativen Kick, vom Adrenalinstoß, vom Nervenkitzel für Abenteuerlustige ist die Rede. Dieser neue Outdoor-Sport findet mehr und mehr Anhänger.
"Canyoning", - das simple Wort beschreibt für die meisten ein Freizeitvergnügen, das voll im Trend liegt. Wozu also einen Verein für eine "In-Sportart"?
Canyoning, das vor einigen Jahren von Spanien, über Frankreich und Italien nach Deutschland kam und jetzt auch bei uns modern ist, wird aber eigentlich schon seit mehr als 100 Jahren durchgeführt. Leider wird dieser Sport zur Zeit in den Medien und auch durch kommerzielle Veranstalter häufig nur noch als ein für jedermann machbares Freizeitvergnügen dargestellt. Die Natur, in der sich dieser Sport abspielt, ist nur noch schmückendes Beiwerk. Umweltbewußtsein, Naturschutz und das Bewußtsein für die offensichtlichen Gefahren werden sehr oft nicht beachtet oder sträflich vernachlässigt.
Canyoning ist ein Wassersport, der technisches Können und Wissen aus vielen sportlichen Bereichen erfordert. So sind Kenntnisse im Klettern, Abseilen, und Schwimmen erforderlich. Die richtige Einschätzung des Wasserstandes, sowie der Strömungsverhältnisse und eine sehr gute Kondition sind unabdingbare Voraussetzungen.

Der Deutsche Canyoning Verein versucht nun diesen Sport auf eine solide Basis zu stellen. Zweck des Vereins ist zu allererst die Begehung, Erforschung, Pflege und der Schutz natürlicher Schluchten und Klammen. Die spezielle Besonderheit der Erlebnisse und Erfahrungen in solchen Landschaften müssen aber auch das Gefühl für die Natur und das Bewußtsein für unsere Umwelt ausbilden und schärfen. Über das Vergnügen, die Abenteuerlust, den Nervenkitzel und die Befriedigung, den die Ausübung dieses so eindrucksvollen Natursports mit sich bringt, braucht man nicht zu reden.

Der Verein führt zu diesem Zweck gemeinsame Fahrten in Eigeninitiative durch. Als eine Interessensvertretung deutscher Canyonisten finden sich in diesem Verein Gleichgesinnte, die sich regelmäßig treffen, ihre Informationen austauschen, gemeinsam Touren organisieren, Erfahrungsberichte anfertigen, Tips und Infos weitergeben, Filme oder Dias produzieren, über technische oder Materialprobleme diskutieren, Übungstage veranstalten und Rettungsmaßnahmen üben.

Als Verein fördern wir die Fortbildung unserer Mitglieder durch Zusammenarbeit mit einem Veranstalter, der entsprechende Ausbildungskurse anbietet. Wir fordern aber keine entsprechenden Leistungsnachweise. Die Ausbildung zum Schluchtenführer entspricht von der Verantwortung her dem eines Bergführers, was unter staatlicher Kontrolle steht. Daher gibt es auch keine offiziellen DCV-Ausbilder oder DCV-geprüfte Schluchtenführer.

Der Mitgliedsbeitrag dient zur Anschaffung von Material, Literatur, Organisation von Übungen in Kletter- und Abseiltechniken und zur Deckung der laufenden Unkosten.

Der jährliche Mitgliedsbeitrag wird nach Beschluß durch die Gründungsversammlung wie folgt festgesetzt:

Mitglieder 26.- EUR
Ermäßigt (Studenten/Azubis/Wehrpfl.) 16.- EUR
Ehepaare o.Ä. 36.- EUR

Da die laufenden Kosten vermutlich durch Mitgliedsbeiträge alleine nicht abgedeckt werden können, wird sich der Verein auch um Sponsoren für Sach- und Geldspenden bemühen.